Gesellschaftlicher Wandel und veränderliches Konsumentenverhalten

Das Konsumverhalten wird durch den gesellschaftlichen Wandel geprägt

Der gesellschaftliche Wandel beeinflusst das Konsumverhalten der Verbraucher maßgeblich. Deshalb müssen sich viele Produkte der Lebensmittelbranche dem Verbraucher, oder besser gesagt, seinen Wünschen anpassen.

Die aktuellen Veränderungen gehen weit über eine reine Digitalisierung hinaus und bringen gesellschaftlichen Wandel sowie ein verändertes Konsumentenverhalten mit sich. Nachfolgend finden Sie eine kurze Erläuterung vier exemplarischer Faktoren, die dabei eine Rolle spielen.

  • Die neue Familie: in den letzten Jahren hat sich das Familienbild von der Familie mit dem Mann als Ernährer der Familie zu, in den meisten Fällen, Doppel-Verdiener-Haushalten gewandelt. Die über den Tag frei verfügbare Zeit hat sich somit verschoben und das Konsumenten- bzw. Einkaufsverhalten drastisch verändert. Sowohl in den Doppel-Verdiener-Haushalten als auch bei den Einzelverdienern der Single-Haushalte haben die kleinen Einzelhändler und Wochenmärkte mit herkömmlichen Öffnungszeiten keinen großen Stellenwert mehr. Die Konsequenz: Die Abwanderung zu Supermärkten mit langen Öffnungszeiten und der Anteil des Onlinehandels mit Lebensmitteln steigen.
  • Individualisierung: Der Konsument wendet sich immer mehr von der bisher vorherrschenden Massenproduktion der Nahrungsmitteln ab und achtet statt auf Quantität mehr auf Qualität. Jedenfalls ist das der Wunsch vieler Konsumenten, obgleich diese ihre Einkaufsentscheidung letztlich doch vom Preis abhängig machen.
  • Verantwortung: Sowohl Produzenten als auch Verbraucher übernehmen bei der Lebensmittelproduktion immer mehr Verantwortung für ihr Handeln. Dies beeinflusst auf Seiten des Produzenten den Beitrag zum Tier-, Landschafts-, Umwelt- und Klimaschutz und stärkt bei Verbrauchern das Bewusstsein für nachhaltige und regionale Produkte. Somit steigen beim Verbraucher zwar die Preise, gute Qualität und die Einhaltung höherer Standards werden damit allerdings gesichert. Dies wird von vielen Verbrauchern zunehmend akzeptiert.
  • Vertrauen: Vertrauen ist ein zentraler Punkt der Verbraucherentscheidungen geworden. Vertrauen kann unter anderem auf zwei Wege gewonnen werden. Zum einen durch Öffnung der Betriebe nach außen, um den Arbeitsalltag zu zeigen oder um die Verbraucher zum Mitmachen zu bewegen. Hierdurch sehen die Verbraucher, welche Arbeit auf den Produzenten zukommen oder identifizieren sich durch das gemeinsame Anpacken besser mit den Produkten. Begreifen heißt verstehen. Zum anderen müssen Betriebe sich mit ihren Wertangeboten beschäftigen und dieses auch in geeigneter Art und Weise in ihre Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing einbringen.

Lebensmittel bekommen eine Identität

Es wird deutlich, dass sich ein neues Anbieter-Konsumentenverhältnis entwickelt. Darin rücken die Verbraucher dichter an die Lebensmittelproduzenten heran. Die Ware ist nicht mehr nur ein „gesichtsloses“ Produkt im Regal des Handels, sondern bekommt einen individuellen Anstrich. Man kauft beispielsweise nicht mehr nur ein Steak, sondern ein Produkt, welches mit einer Lebensgeschichte und einem „Weg auf den Teller“ verknüpft wird.

Gesellschaftlicher Wandel und Konsumentenverhalten sind echte Herausforderungen

Doch der Wandel ist für die Branche eine Herausforderung. So stehen den gestiegenen gesellschaftlichen Anforderungen und der stärker werdenden Beachtung der Lebensmittelproduktion in der Gesellschaft einem konstanten Produktionswert der gesamten Branche gegenüber. Das bedeutet, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Lebensmittelbranche im Vergleich zu anderen Branchen mit steigenden Produktionswerten schlechter dasteht, obwohl das Interesse der Verbraucher und die Produktionsmengen steigen. Diese Entwicklung ist fatal und muss umgekehrt werden. Das bedeutet, dass sich die gesamte Branche intensiv mit ihren Kunden auseinandersetzen muss.

Lebensmittel einfach nur online anzubieten und zu erwarten, dass sich ein neuer Vertriebsweg ergibt, reicht nicht aus. Auch eine rein fachliche Information über Tierhaltung, die Produktion oder die Logistik ist für die meisten Verbraucher nicht zielgruppengerecht oder kann im Zweifel sogar als erhobener Zeigefinger aufgefasst werden.

Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Kunden besser zu verstehen und Ihr Angebot auf dieser Grundlage so zu gestalten, dass sie dem sich stetig ändernden Konsumentenverhalten gerecht werden.

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